ebonys_loveastory

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Diese Geschichte hat mir Carry (Schwester) geschrieben

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Regen prasselte, unaufhörlich, an die Fensterscheiben. Draußen liefen ein paar Kids schnell über die Straße. Wie war sie nur hier gelandet? Was machte sie in dieser verlassenen Stadt? Warum hatte sie das Schicksal gerade hierher verschlagen? Ein lauter Donnerschlag riss Ebony aus ihren Gedanken. Sie sah sich in dem dunklen Zimmer um.  Der Raum war nicht der größte und ziemlich ungemütlich, aber es war gut, dass sie noch eine Unterkunft gefunden hatten. Leise schlich sie zurück ins Bett und sah Jay von der Seite her an. Er schlief seelenruhig. Warum hatte er das Gewitter nicht mitbekommen? Wieso konnte er bei dieser Weltuntergangsstimmung so ruhig schlafen? Nicht das sie Angst hatte, es wäre nur schön gewesen sich nicht so allein zu sein. Was wäre wenn Ram und seine Männer sie auch hier finden würden? Unter der Last, dieses Gedankens schlief letztendlich ein.

Am nächsten Morgen, wachte sie auf, als ein heller Lichtstrahl in ihr Gesicht fiel. Sie rieb sich die Augen und sah sich um. Jay war nicht da, wahrscheinlich war er unten in dem Saloon, der zu dem Hotel gehörte. Langsam stand sie auf und zog sich an. Dann ging sie nach unten. Obwohl es früher Morgen war, war schon viel  los im Saloon. Ebony schüttelte den Kopf, da waren junge Leute, die sich früh am Morgen schon einen Drink nach dem anderen reinkippten. Sie entdeckte Jay, der an der Bar saß und sich mit der Besitzerin des  Saloons und der dazugehörenden Zimmer, unterhielt.  Schnell ging sie zu ihnen. „Guten Morgen! Na mein Liebling, gut geschlafen?“ begrüßte Jay sie und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Naja.“ Antwortete sie und setzte sich ebenfalls. „Hast du was von dem Gewitter mitbekommen?“ fragte Ruby sie. „Ja, das war ja schrecklich!“ erwiderte Ebony. Sie nickte und schob ihr einen Teller mit Toast entgegen. „Frühstück!“  „Oh, danke.!“ Ebony sah sie dankend an.  „Und was treibt euch hierher?“ forschte Ruby. „Also, äh… wie kommst du darauf, dass uns was hierher treibt?“ war Ebonys Antwort. „Naja, niemand kommt nach Liberty und hat nichts  ausgefressen!“ „Liberty?“ fragte Jay. „So heißt der Ort! Habt ihr das nicht gelesen als ihr her gekommen seid?“ erklärte Ruby. „Mitten in der  Nacht?“ gab Ebony zurück. „Ach ja, dann ist die Beleuchtung schon wieder kaputt! Ich sag Slade nachher bescheid, er kann das mal wieder reparieren.“ Ruby sah sich im Raum um. „Er ist noch nicht wach!“ sagte sie schließlich. „Danke für das Frühstück!“ Jay lächelte Ruby zu. „Gern geschehen, wenn man bedenkt, dass ihr in dem Zimmer wohnt, das seit  langem nicht mehr benutzt wurde, dann ist das, dass mindeste was ich für euch tun kann.“ Erwiderte Ruby und lächelte verlegen zurück. „Ist schon okay. Wir sind froh bei dem Regen, der gestern, vor dem Gewitter war, überhaupt noch eine Unterkunft gefunden zu haben! Nicht wahr?“ Jay sah Ebony an. Sie nickte bloß, weil sie den Mund voll hatte.  „Guten Morgen!“ ein junger Mann erschien hinter Ruby und gab ihr einen Kuss auf den Hinterkopf. „Guten Morgen Slade, gut geschlafen?“ fragte Ruby, als er sich auf den Hocker neben sie setzte. „JA, aber viel zu lange! Warum hast du mich nicht geweckt? Hier ist ja der Teufel los!“ er deutete auf einen Jungen, der  nach Ruby gewunken hatte.  Sie nickte ihm zu, ging um den Bartisch und nahm dann seine Bestellung entgegen. Als sie wiederkam meinte sie: „Ich dachte, du könntest auch mal wieder ausschlafen!“ sie nahm ein Glas und füllte es zur Hälfte mit einer blauen Flüssigkeit. „Ja schon, aber du sollst dich doch nicht so anstrengen! Denk an das Baby!“ „Oh Slade!“ Ruby stellte wütend das Glas auf den Tisch, so dass es überschwappte. „Was ist so schlimm daran wenn ich mir Sorgen mache?“ fragte er hartnäckig. „Nichts, aber zuviel ist zuviel!“ sie füllte erneut blaue und dann rote Flüssigkeit ins Glas. Es begann sich sofort zu vermischen und  es wurde tieflila. Sie nahm das Glas und brachte es dem Jungen. Slade schüttelte den Kopf. Ruby nahm noch einige Bestellungen entgegen und kam dann zurück. „Ist gut, Slade, es ist nur so nervig, wenn du dir andauernd Sorgen machst! Mir geht es gut!“  Er nickte. „Du bist schwanger?“ fragte Jay. Ruby nickte. „Ja, man sieht es kaum, weil ich die meiste Zeit hinter der Theke stehe, da achtet niemand drauf!  Ich denke so lange dauert es nicht mehr!“„Oh, neue Gäste?“ fragte Slade. „Ja, das sind …!“ Ruby wollte sie vorstellen,  doch sie wurde von den Menschen, die die Drinks bestellt hatten, gerufen! Sie stöhnte auf, nahm das Tablett und lief zu ihnen. „Ich bin Ebony!“ stellte sich Ebony vor. „Und ich bin Jay!“  „Wir hatten doch gar kein Zimmer mehr frei, Moment mal!“ Slade blätterte in einem kleinen Buch. „Ihr habt das alte Zimmer?“ fragte er dann erstaunt. „Oh Mann, ihr seid um 0:24 eingetroffen? Das heißt Ruby hat wieder überstunden gemacht! RUBY! RUBY!“ er rannte mit dem Heftchen in der Hand zu Ruby, die sich mit einem der Jungen unterhielt. Ebony seufzte. „Komische Personen!“ „Findest du? Ich finde es hier nett. Die beiden scheinen auch in Ordnung zu sein, was hältst du davon, wenn wir so lange hier bleiben, bis es hier nicht mehr sicher ist, oder bis …!“ Jay stockte. „Bis was?“ fragte Ebony und legte ihre Hand auf seinen Arm. „Nicht so wichtig!“ er schüttelte ihre Hand ab und meinte: „Ich gehe mich ein bisschen Umschauen!“ Sie sah ihm nach. Sie wusste nicht warum, aber er war der erste Mensch, der ihr Liebe und Geborgenheit gab. Natürlich hatten ihre Eltern sie auch geliebt, aber die beiden hatten mehr für ihre Arbeit gelebt. So hatten sich Java und Siva immer um sie gekümmert, doch es hatte auch öfter Streit gegeben, bei dem sie,  meistens gewonnen hatte. Siva hatte sie gern, Java war immer schon eifersüchtig auf sie gewesen, weil Siva sich besser mit ihr Verstand, als mit ihr selbst! Und nun, versuchte ihre große Schwester gemeinsam mit Ram, ihr das Leben schwer zu machen, indem sie sie verfolgten. Ram, weil er sie liebte und Java, weil sie ihr den Mann weggeschnappt hatte. Eigentlich konnte man es so gar nicht nennen, da zwischen Jay und Java nie was war!  Gedankenverloren stand sie auf und ging nach draußen. Die Sonne schien heiß, doch von dem Unwetter das letzte Nacht gewütet hatte, waren noch Spuren übrig. Auf der Straße lagen Äste, ein Baum weiter unten an der Straße, war umgefallen und einige Kids räumten es auf. Einige Fensterläden der Häuser waren schief, oder abgefallen, die Laternen, die ohnehin nicht funktionierten, waren schief. Eigentlich war dieses kleine Dorf richtig schön.  Alle Menschen schienen sich zu kennen und halfen einander die Schäden zu beheben! Weiter oben am Straßenanfang, stand Slade auf einer Leiter und fummelte an dem Schild herum. Sie lächelte und ging dann zu ihm. „Brauchst du Hilfe?“ fragte sie ihn.  Er ließ vor Schreck den Hammer fallen. Er landete direkt neben Ebony. „Ach du bist es! Man hast  du mich erschreckt!“ er nahm den Hammer, den Ebony ihm entgegen hielt, lächelnd an.  „Brauchst du Hilfe?“ wiederholte Ebony ihre Frage. „Hilfe von dir?“ fragte er belustigt zurück. „Was ist daran so witzig?“ fragte sie ihn. „Ach nur so!“ „Nein ich will es wissen!“ „Meine Güte bist du hartnäckig!“ Ebony lachte. „Wenn du es unbedingt wissen willst, ich habe noch nie eine Frau gesehen, die versucht hat einen Hammer in die Hand zu nehmen.“ „Dann kommen hier aber nicht viele Frauen her!“ gab Ebony zurück. „Du bist ganz schön  …!“ „Was?“ sie lächelte ihn an. „Ähm … na ja …!“ er ließ den Hammer erneut fallen! „Wenn du ihn nicht halten kannst, dann solltest du ihn vielleicht mit einem Band um den Hals hängen!“ konterte sie, warf ihm den Hammer zu und ging dann zurück. Er schüttelte den Kopf.  Wie konnte sie sich nur so über ihn lustig machen? Er sah den Hammer an und überlegte, ob er ihn nicht vielleicht doch um den Hals hängen sollte. Andererseits wusste er gar nicht wieso er ihn noch ein zweites Mal fallen lassen hatte …...

Ebony ging zurück zu Ruby in den Saloon.  Es waren jetzt noch mehr Leute da, wie vorhin. Einige tranken, einige spielten Karten, einige beschimpften sich gegenseitig! Ebony bahnte sich den Weg zwischen den Leuten( es waren meistens Männer) zu Ruby an die Theke. „Hallo Ruby!“ sagte Ebony und überhörte die Pfiffe, die einige der Typen ihr nachwarfen. „Na, da bist du ja wieder, hast du dich ein bisschen umgesehen?“ Ruby stellte ihr einen Orangensaft vor die Nase. „Danke! Ja ich hab mich ein wenig umgesehen, es ist hier so … wie soll ich sagen, irgendwie so friedlich!“ Sie trank einen Schluck. „Bist du  es nicht friedlich gewohnt?“ fragte Ruby und wischte ein Glas sauber. „Nein, eigentlich nicht!“ „Tja, so friedlich ist es hier aber auch wieder nicht! Wir haben oft Schlägereien und so!“ „auch hier?“ fragte Ebony und nahm erneut einen Schluck. Ruby nickte. „Aber wer hier eine Schlägerei anfängt wird rausgeworfen, dafür sorgt Slade normaler Weise, wenn er da ist. Aber ich bin auch nicht ohne!“ „Was heißt, wenn er da ist?“ wollte Ebony wissen. „Er ist viel unterwegs. Besorgt neue Vorräte, und so was!“ Ebony nickte und sah sich um. „Und du schmeißt hier den Laden? Cool!“ „Nein, überhaupt nicht!“ erwiderte Ruby. „Die Typen die hierher kommen sind oft echt übel drauf!“ „Oh, na wenn das so ist!“ Sie stand auf bedankte sich bei Ruby für den Saft und setzte sich draußen auf eine Bank vor den Saloon. Sie nahm ein paar Steinchen und warf sie in den schon wieder Staubtrockenen Sand. Dann fiel ihr Blick auf eine kleine Hütte, die genau gegenüber stand. Es schien niemand dort zu wohnen, die Fenster waren mit dunklen Vorhängen verhängt, der ganze Putz bröselte schon ab und schon gestern Nacht war ihr aufgefallen, dass kein Licht zusehen war.

Sie beschloss, sich dieses Häuschen mal genauer anzusehen. Um sicher zu gehen, dass wirklich niemand dort wohnte klopfte sie an die Tür. Nichts geschah und nach ein paar Minuten trat sie vorsichtig ein. Es fiel nicht fiel Licht in den Raum und sie musste warten bis sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. In den Raum standen ein Tisch und einige Stühle, die aber sehr alt und kaputt waren. Sie trat einen Schritt vor. Der Boden unter ihren Füßen knarrte laut. Sie schreckte zusammen und ging dann weiter. Von dem großen Eingansraum aus kam sie in einen kleinen und engen Raum, der wahrscheinlich als Küche benutzt worden war.  Sie ging zurück und nahm die nächste Tür oder vielmehr den Türrahmen, der noch da stand ins Visier. Diese  Tür führte in ein etwas kleineres Zimmer, als das worein sie zu Anfang gekommen war. Hier drinnen stand nur eine Couch. Schnell ging Ebony zurück zu Ruby, denn ihr war eine Idee gekommen. „Wo warst du? Ich habe dich gesucht!“ Jay kam ihr entgegen. „Ich war nur hier und da! Was hast du raus gefunden?“ fragte sie zurück. „Also die Technos haben Spürhunde auf uns angesetzt, aber ich bin ein wenig in die andere Richtung gelaufen, so werden die Viecher denken, dass wir da hin verschwunden  sind.“ „Du bist genial!“ meinte sie und gab ihm einen Kuss. „Das weiß ich doch!“ erwiderte er. „Sei nicht so eingebildet!“ lachte sie. Er musste auch lachen. „Jay, ich habe eine Idee! Lass uns mal kurz zu Ruby gehen und sie was fragen, ja?“ „Von mir aus!“ er nahm sie bei der Hand und sie gingen zur Theke. Doch Ruby war nirgendwo zu sehen. Slade stand hinter der Theke und unterhielt sich mit einigen hübschen Mädchen. „Hey Slade!“ rief Ebony ihm zu. „Ach, Miss ich mag Hammer! Was kann ich für dich tun?“ er sah die beiden an.  „Ich hätte gerne eine Auskunft!“ erwiderte Ebony und ging nicht auf Jays fragenden Blick ein. „Aber immer doch! Wähle einfach Null-zehn-elf vor und du wirst mit jedem Verbunden, den du sprechen möchtest!“ scherzte Slade. Die Mädchen fingen an zu lachen. „Deine Witze sind trocken!“ meinte Ebony. „Nein, jetzt mal im Ernst, was kann ich dir antun?“ Ebony verdrehte die Augen. „Die Hütte gegenüber, wohnt da jemand?“ fragte sie. Die Mädchen verstummten. Stille trat ein. Alle sahen sie an. „Was denn? Ich habe nur was gefragt!“ meinte Ebony gereizt. „Nun, die Hütte, ist wenn man Gerüchten glaubt, nicht ganz unbewohnt! Ein Geist soll dort wohnen!“ erzählte Slade und die anderen fingen wieder zu reden an. „Wenn ihr mich fragt, dann ist das nur Aberglaube. Die Menschen glauben, dass dort etwas sein Unwesen treibt, weil dort damals das erste Virusopfer in dieser Stadt gefunden wurde.“ Slade schenkte einem der Mädchen erneut was zu trinken ein.  „Deshalb vermietet ihr das Zimmer nicht mehr? Weil es genau gegenüber der Hütte ist?“ fragte Jay. Slade nickte. „Die meisten wissen  von den Gerüchten und wollen deshalb nicht in dem Zimmer schlafen!“ er nahm das Handtuch und hängte es an einen Haken. „Und gehört sie jetzt jemandem?“ fragte Ebony und sah ihn gespannt an. „Eigentlich gehört sie zu unserem Saloon, aber wir haben sie gar nicht erst renoviert, weil es sich nicht lohnt! Niemand will in einer Geistervilla schlafen!“  „Dann könnten wir doch,… ich meine von innen ist sie perfekt für uns und vor Gespenstern, Monstern usw. habe ich keine Angst!“ Ebony sah Jay an. „Ebony, bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist? Ich meine wir werden für eine Menge Aufmerksamkeit sorgen, wenn wir da einziehen werden, und vielleicht bekommt Ram dann mit wo wir sind!“ Jay sah seine Freundin unsicher an. „Jay, ich bin es Leid ewig wegzulaufen! Nur weil wir uns lieben, will er uns finden! Was ist daran gerecht? Ich meine nur weil ich mit dem Typen verheiratet bin?“ Ebony sagte diese Worte laut, zu laut! Die anderen Mädchen und Slade hatten mitbekommen, was sie gesagt hatte. „Ebony ich weiß, dass du es nicht magst wegzulaufen, aber das müssen wir nun mal! Und du hast selber Schuld, warum hast du ihn auch damals geheiratet?“ Jay hätte sich, sobald er die Worte ausgesprochen hatte, auf die Zunge beißen können. „Jetzt gibst du mir die Schuld daran? Toll Jay!“ Sie sprang auf. „Ebony warte, so war das nicht gemeint …!“ „Nein? Klang aber verdammt ernst gemeint! Entschuldige Jay, entschuldige, dass  du wegen mir weglaufen musst! Geh doch zurück und sag Ram wo ich stecke! Aber ich wette, er wird dich erst mal abmurksen! Wenn du zurückgehen willst. dann lass es mich wissen, weil ich dann nämlich über alle Berge sein werde!“ brüllte sie ihn an und rannte nach draußen. Alle, die im Saloon waren, hatten der Streiterei zugesehen! Jay schüttelte den Kopf. Warum nahm sie immer alles so ernst was er sagte? Wieso? „Oh je !“ Slade schlug sich gegen den Kopf. „Es gibt nichts zu sehen!“ meinte Jay zu den anderen. „Na toll Jay großartig gemacht!“ sagte er zu sich selber. „Meine Güte kann die schreien!“ entgegnete Slade. „JA und sie muss immer Recht haben!“ Jay blieb einfach dort sitzen.

Ebony hatte es sich irgendwo am unteren Ende der Straße, auf einer Bank bequem gemacht. Wie konnte Jay nur so was zu ihr sagen? Dachte er denn für sie war es leicht, alles hinter sich zu lassen? Die Freunde? Den Tribe? Eigentlich war es ihr nicht sehr schwer gefallen, denn die Mall-Rats hassten sie. Und Java und Siva? Mit den beiden hatte sie in letzter Zeit kaum Kontakt gehabt. Java  hatte sie öfters gesehen, weil sie ja im Hotel gewohnt hatte. Amber hatte versucht nett zu ihr zu sein, aber sie hatte es nicht hinbekommen, da sie auch auf Jay stand. Und Mouse, ja sie war einmal zu ihr gekommen und wollte mit ihr spielen, doch sie hatte abgelehnt, warum? Sie wusste es nicht mehr. Und all die anderen hassten sie. Ellie sogar so sehr, dass sie sie umbringen wollte. Sie musste ganz schon fies gewesen sein, um alle so zu vergraulen. Und nun saß sie hier in einem Ort namens Liberty und hoffte, dass Jay nicht zu ernst genommen hatte, was sie gesagt hatte. Ein paar Kinder gingen mit einem Hund vorbei. Und tuschelten, als sie an ihr vorbei gingen. „Moment mal ,…. Ebony?“ eines der Kinder kam näher und blieb vor ihr stehen. Sie hob den Kopf und blickte in Jacks Gesicht. „Jack?“ fragte sie und rieb sich die Augen, weil sie so vom Sonnenlicht geblendet wurde. „Was machst du hier?“ fragten sie beide gleichzeitig und lächelten. „Ich bin …!“ fingen, dann beide wieder an. „Okay du zuerst!“ Jack setzte sich zu ihr. „Jay und ich sind auf der Flucht vor Ram!“ erklärte Ebony. „Jay, ist das nicht der Typ, der Ellie zu mir bringen lassen hat? Warum seid ihr auf der Flucht?“ Jack sah den Kindern und dem Hund nach und pfiff einmal laut, schon kam er angelaufen. „Darf ich vorstellen? Taima!“ Jack streichelte den Kopf des Hundes. „Hallo!“ Ebony ließ den Hund an ihrer Hand schnüffeln. „Ich bin mit Ram verheiratet, aber ich liebe Jay und als Ram das mitbekommen hat, hat er uns gleich verfolgt, bis wir hier gelandet sind,… hoffentlich finden sie uns nicht!“ Jack sah Ebony von der Seite her an. Sie hatte sich verändert, nicht äußerlich, sondern mehr drinnen.  Sie klang so nett und freundlich, nicht mehr hart und herzlos. „Und du?“ fragte sie ihn. „Tja, Taima, Ellie und ich sind auf der Durchreise, wir wollen zur Mall.“ „Ellie?“ fragte Ebony erstaunt. „Ja, sie sieht sich grad nach einer bleibe um.“ Ebony hob die Augenbrauen. „Keine Angst, sie tut dir nichts, sie weiß, dass es ein Fehler war!“  „DU weißt davon?“ Ebony war noch erstaunter, als zuvor. Jack nickte. „Nicht grad die feine Englische Art, hä?“  meinte er. „Nein, ganz bestimmt nicht.“ Erwiderte Ebony. „Ich hätte,  nie gedacht, dass sie mich so doll liebt, dass sie jemanden umbringen  würde!“  Jack lächelte und klopfte dem Hund auf die Schulter. „Wo habt ihr sie her?“ fragte Ebony und streichelte die Hündin ebenfalls. „ Wir haben sie auf dem Weg gefunden, verletzt, an einem Stacheldrahtzaun. Haben sie wieder gesund gepflegt und nun weicht sie uns nicht mehr von der Seite.“ Taima bellte laut auf. Sie war kein schöner Hund, mehr eine zu groß geratene Promenadenmischung. Sie war beige und hatte viele schwarze Flecken auf ihrem Fell. „Und wie kommt ihr auf Taima?“ fragte Ebony. „Wir haben zwischendurch mal in einem Ort übernachtet, der so hieß. Und den Namen fanden wir einfach schön.“ Der Hund sprang auf und rannte ein Stück die Straße hoch, wo eine Gruppe von kleinen Kindern, aufgeregt hin und her tobte.  „Zwischendurch? Wie lange seid ihr denn unterwegs?“ wollte Ebony wissen. „Och, so zwei Monate. Wird langsam schon zu einem Sport, wie viele Kilometer schaffen wir heute?“ Jack legte den Kopf schief und blickte zu Taima, die nun wild noch ein Stück weiter lief. „Seid ihr glücklich?“ fragte Ebony. „Taima und ich?“ scherzte Jack. „Nein, du Dummkopf! Ellie und du!“ erwiderte Ebony. „Ach, so, dass meinst du. Naja, ich denke schon …!“ er wollte noch etwas anderes sagen, aber Taima kam wieder und bellte laut. „Was ist?“ fragte Jack. Taima bellte erneut. „Was denn? Wo ist denn eigentlich Frauchen?“ Jack stand auf, als sie noch mal bellte. „Mann, kann sie nicht selber kommen, wieso schickt sie dich immer?“ stöhnte er und ging langsam hinter ihr her. Ebony kam neben ihn. „Woher weißt du was sie will?“ fragte sie. „Das ist nicht schwer. Sie ist genau wie Ellie. Wenn sie was will lässt sie nicht locker und wenn man dann das macht, dann ist sie stolz, so wie jetzt!“ er deutete auf Taima´s Gang. Sie stolzierte die Straße rauf und wackelte dabei heftig mit dem Po, so dass sie mit einem Mal auf der Seite landete. Jack und Ebony mussten lachen. „Sie ist schon unverbesserlich!“  Taima stand auf, als wäre nichts gewesen und stolzierte mit einer dreckigen Seite weiter vor ihnen her. Dann blieb sie vor einem Gebäude stehen. „Rubys Saloon?“ las Jack vor. „Hey hier wohnen Jay und ich auch.“ Meinte Ebony. Sie betraten den Saloon. Taima wanderte zwischen all den Menschen direkt auf Ellie zu, die an der Theke stand und sich mit Ruby unterhielt.  Taima bellte. Ellie bückte sich und streichelte sie. „Na meine kleine hast du Jack gefunden?“ fragte sie den Hund. „Ja hat sie!“ Jack stellte sich zu Ellie. „Ach, da bist du ja. Sie sagen, wir können hier übernachten, eben ist ein Zimmer frei geworden!“ „Das ist ja super!“ entgegnete Jack. „Ellie, sieh mal wen ich gefunden habe, du bist einfach vorbei gegangen …!“ „Vorbei gegangen? Ich habe niemanden gesehen!“ Jack trat zu Seite, so dass Ellie Ebony sehen konnte. „E... Bony!“ stammelte sie. „Hi Ellie, na wie geht’s?“ „Äh, gut, danke!“ Ellie lächelte und auch Ebony schien nicht zu wissen was sie sagen sollte. Es lag eine gewisse Anspannung in der Luft, die Jack gar nicht gefiel! „Hallo?“ fragte er deswegen. „Ich zeige euch mal das Zimmer!“ meinte Ruby und nahm einen Schlüssel vom Haken. Ebony ging mit nach oben, sie wollte mit Jay reden. „Das hier ist es!“ Ruby schloss die Tür auf. „Nicht das Beste, aber na ja!“ „Es ist super danke!“ meinte Ellie. „Anscheinend kennt ihr euch? Wollt ihr zusammen Abendessen?“ fragte Ruby. „ Gerne!“ antwortete Ebony und sah Jack und Ellie an. Da fiel ihr was auf. „Du bist schwanger?“ fragte sie Ellie. Sie nickte und strich sich über den Bauch. „Mann, das hätte ich  jetzt nicht erwartet!“ meinte Ebony. Ruby war schon halb die Treppe runter als sie noch  mal hochrief: „Ebony? Ich soll dir von Jay sagen er wartet auf dich, du wüsstest schon wo!“ Ebony runzelte die Stirn und rief: „Danke Ruby!“ „Taima!“ schrie Ellie die Treppe runter und der Hund kam sofort hochgelaufen. „Ich geh dann mal! Bis heute Abend!“ verabschiedete Ebony sich und ging auf ihr Zimmer. Doch da war Jay nicht. Sie sah sich nach einem Zettel um und trat ans Fenster. Und da fiel ihr auf, dass die Vorhänge, der Hütte,  nicht mehr an den Fenstern hingen. Es war absurd, aber sie lief runter und über die Straße.  Dann klopfte sie an die Tür. Nichts geschah. Sie klopfte erneut und trat dann ein. Es sah wunderschön aus. Der Raum war aufgeräumt, ein neuer Tisch und neue Stühle standen in der Mitte  und eine Couch und ein Couchtisch an der Wand unter dem Fenster, frische Blumen standen auf den Tischen. Sie ging weiter in die Küche und sah, dass auch hier aufgeräumt war. Einige Konserven standen auf dem Schrank. Sie ging zurück in den Eingangsraum und lauschte. Da waren Stimmen. „Hoffentlich gefällt es ihr!“ sagte da eine Stimme die nach Jay klang. „Ganz bestimmt!“ das war doch Slade. Was machten die beiden hier? Sie ging weiter und blieb in der Tür stehen. Jay und Slade waren dabei die Wände zu streichen. „Nein, aber glaubst du wirklich es gefällt ihr?“ wiederholte Jay. Slade drehte sich um und sah Ebony, sie legte einen Finger auf den Mund und bedeutete ihm so, dass er nichts sagen sollte. „Ich glaube es gefällt ihr!“ sagte sie dann.  Jay drehte sich nun auch um. „ Wirklich? Es gefällt dir?“ fragte er. Ebony nickte. „Natürlich!“ „Wir haben dieses Haus, von Ruby und Slade geschenkt bekommen.“ Sagte Jay stolz. Ebony dankte Slade. „Ich lass euch dann mal allein!“ meinte er und verschwand. Ebony sprang Jay um den Hals. „Jay, das ist wundervoll!“ meinte sie. „Wirklich?“ „JA doch!“ sie küsste ihn. „Du Jay?“ fragte sie dann. „Ja.“ „Wir bekommen heute Abend besuch!“ „Wer denn?“ fragte Jay. „Ellie und Jack.“ Antwortete sie. „Schön!“ „Schön?“ wiederholte sie. „Ja!“ er gab ihr einen Kuss.

Am Abend hatte Ebony mit dem alten Gaskocher Abendessen gekocht! Sie nahm es gerade aus dem Kochtopf, als Jay in die Küche kam. „Na Chefköchin? Was gibt es heute Abend?“ fragte er und umarmte sie. „Nudeln und Soße!“ antwortete sie und füllte die Soße in eine Schüssel. „Was machen Jack und Ellie eigentlich hier?“ fragte Jay. „Sie wollen zur Mall. Sind auf der Durchreise.“ Erwiderte sie und gab ihm einen Kuss. Es klopfte an der Tür. „Warte wir machen zusammen auf! Nimm du mal die Schüssel!“ sie drückte ihm die Schüssel mit der Soße in die Hand. Sie stellten beide Schüsseln auf den Tisch und machten dann die Tür auf. „Hallo, fühlt euch wie zuhause!“ begrüßte Ebony die beiden. Taima trat als erste ein. „Hallo!“ sagte Jack und schob Ellie mit leichter Gewalt in den Raum. „Schön habt ihr das hier!“ meinte er dann. „Taima geb Ebony die Blumen!“ Taima ließ die Blumen vor Ebonys Füße fallen. „Doch nicht so!“  Jack sah den Hund böse an. Jay hob die Blumen auf und holte ein Gefäß. „Setzt euch!“ meinte Ebony und deutete auf die  Stühle. Das taten sie auch. Während des Essens redeten sie alle kein Wort miteinander. Nachdem sie dann abgeräumt hatten, machten sie es sich auf der Couch gemütlich. „Also ihr bekommt ein Baby?“ fragte Jay. „JA!“ erwiderte Ellie. „Und wie wollt ihr es nennen? Jack oder Ellie?“ scherzte Ebony. „Äh, das Baby ist nicht von mir!“ meinte Jack. „Oh Sorry, das wusste ich nicht, aber wer ist dann?“ fragte Ebony. „Luke!“ sagte Ellie nur. „OH!“ Ebony lächelte. „Ich wollte euch wirklich nicht zu nahe treten …!“meinte sie dann. „Schon okay! Es ist ja fast meins!“ sagte Jack. Ellie holte tief Luft und sagte mit einemmal: „Ebony, es tut mir alles so furchtbar leid. Ich hätte das damals nicht tun dürfen, es war dumm, dumm, egoistisch und grauenvoll, was ich getan habe!“ „Das ist doch schon vergessen!“ entgegnete Ebony. „Hör zu Ellie, vergess das ganze okay? Ich meine, es ist ja nichts passiert!“ „Du hast dich verändert!“ stellte Ellie fest. „Hoffentlich positiv!“ lachte Ebony. „Ja. Positiv!“ ergänzte Ellie. „Wie geht es den anderen Mall-Rats?“ fragte Jack dann. „Gut, soweit. Würde ich sagen!“ antwortete Jay,  „Ist Alice schon wieder aufgetaucht?“ fragte Ellie vorsichtig. „Nein, ich weiß nicht, wohin, die anderen gebracht worden sind!“ beantwortete Jay ihre Frage. „Wohin  wurdet ihr denn gebracht?“ fragte Ebony. „In ein Arbeitslager! Wo genau das liegt, wissen wir nicht, nur dass es sehr weit weg ist.“ Ellie sah traurig aus. „Was musstet ihr da tun?“ fragte Jay interessiert! „Wir mussten von morgens bis abends Kohle schaufeln und solche Sachen!“ antwortete Ellie. „18 Stunden am Tag schuften. Und als Ellie gemerkt hat, dass sie schwanger ist, haben wir es den Technos erzählt und die meinten: „JA und?“ empörte sich Jack. „Jack, lass doch!“ meinte Ellie. „Nein, ich fand das unverantwortlich!“ „Das weiß ich, aber es ist ja nichts passiert!“ erwiderte Ellie. „Jack? Kannst du mir noch mehr über dieses Lager erzählen, bitte?“ fragte Jay. Jack nickte. „Wollen wir abwaschen?“ fragte Ellie. „Ja, können wir!“ war die Antwort und Ebony ging mit Ellie in die Küche. „Dass wir mal zusammen abwaschen, hätte ich nie gedacht!“ sagte Ebony. „Nein, ich auch nicht!“ Ellie nahm ein Glas entgegen und trocknete es ab. „Er liebt dich wirklich, nicht wahr?“ fragte Ebony dann. Ellie nickte und meinte dann:  „ Als ich merkte, dass ich ein Kind bekomme, habe ich ihm das sofort gesagt und auch das es von Luke ist. Er hat sich gefreut, als wenn es sein eigenes wäre. Ich war damals fertig mit den Nerven und er hat mich wieder aufgepäppelt. Er ist echt lieb. Dabei muss es doch schlimm sein, wenn die Freundin, das Kind von dem schlimmsten Feind bekommt, oder?“ Ebony zuckte mit den Achseln. „Aber er hat es ja gleich richtig gestellt, als ich fragte wie ihr es nennen wollt.“ „Ja, er meint, es soll auch später wissen, dass er nicht der Vater ist. Das ist ihm wichtig!“ „Vernünftig!“ erwiderte Ebony und lächelte.

Es wurde noch ein netter Abend. Nachdem Ellie und Jack sich ziemlich spät auf gemacht hatten, gingen nun auch Ebony und Jay zu Bett.  „Die erste Nacht im neuen Heim!“ meinte Ebony und kuschelte sich an Jay. „Das was du heute nacht träumst, das geht in Erfüllung!“ sagte Jay. „Hoffentlich träume ich was schönes!“ hoffte Ebony und schlief ein.

Am nächsten Morgen wachte sie früh auf. Noch vor Jay, er lag noch im Bett und schnarchte vor sich ihn. Ebony überkam ein ungutes Gefühl, sie hatte nichts Gutes geträumt. Mehr einen Albtraum hatte sie gehabt. Sie hatte geträumt, dass Jay sie mit Amber betrogen hatte und  dass ein Hund, sie aufgespürt hatte und das Ram Jay umgebracht hatte. „Das passt doch alles gar nicht zusammen!“ sagte sie zu sich selbst und ging nach draußen. Trotz der frühen Stunde waren schon viele Menschen auf der Straße. Kinder spielte dort ein Ballspiel, hier und da lief eine Katze oder ein Hund über den Weg. Ebony lief an den spielenden Kindern vorbei zu der Bank, auf der sie gestern Jack getroffen hatte. Sie setzte sich und dachte nach. Würde der Traum Wirklichkeit werden? Wenn ja, das passte doch alles überhaupt nicht zusammen. „Alles Aberglaube!“ Beschloss Sie dann. Der Ball landete vor ihren Füßen und ein kleines Kind kam auf sie zugerannt. Seine Wangen waren gerötet. „Hier!“ sie hielt dem Kind den Ball  hin. „Danke! Möchtest du mitspielen?“ fragte dann ein zweites Kind, das etwas Älter war. Ebony überlegte kurz und dachte an Mouse und dass sie damals nein gesagt hatte. „Ja, gern!“ antwortete sie dann und stand auf. „Was muss ich tun?“ fragte sie, als sie zwischen den Kindern stand. Es waren nicht nur kleine Kinder, sondern auch etwas größere, die wohl auf die Kleinen aufpassten! „Hey, Leute das ist ... äh wie heißt du eigentlich?“ das kleine Mädchen sah Ebony fragend an. „Ebony“ „Das ist Ebony und sie will mitspielen!“ verkündete das Mädchen.  „Was muss ich tun?“ wiederholte Ebony. „Irgendwie verhindern, dass die andere Mannschaft den Ball bekommt und keine Hand benutzen!“ erwiderte ein etwas älterer Junge. „Verstanden, so wie Fußball!“  „Genau, Achtung! Und hier ist der Ball!“ ein kleiner Junge warf den Ball auf die Straße. Ebony begriff schnell, dass es gar nicht so einfach war das Tor, das aus zwei Stöcken bestand zu schützen, oder gar einen Treffer zu landen.  Sie wusste nicht wie lange sie mit den Kindern gespielt hatte, aber irgendwann als die ersten Menschen in Rubys Saloon strömten, hörte sie auf und ging ebenfalls in den Saloon. Sie fand Jack und Ellie an einem der Tische. „Na, gut geschlafen`?“ fragte  sie und setzte sich zu ihnen. „Ja, und selber?“ fragte Jack zurück. „Gut, danke. Habt ihr Jay schon gesehen?“ wollte Ebony wissen, doch im nächsten Moment erübrigte sich ihre Frage, denn Jay kam auf sie zu. „Na, wie habt ihr geschlafen?“ er setzte sich zu ihnen. „Gut!“ antworteten sie alle gleichzeitig. „Na mein Schatz?“ Jay gab Ebony einen Kuss. „Na du Langschläfer?“ neckte sie ihn. „Komm schon nur weil ich nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehe und mich in der Weltgeschichte rumtreibe, bin ich doch kein Langschläfer.“ „Na gut, dann ein Mittelschläfer!“ „Was ist denn das?“ fragte Jack.  „Na, so was wie Jay!“ erwiderte Ebony. Sie fingen an zu lachen. „Und wann wollt ihr weiter?“ fragte Ebony, dann ernst. „Ich weiß nicht…“ Fing Jack an doch Ellie unterbrach ihn. „Auf jeden fall noch heute!“ Jack sah sie erstaunt an. „Ellie, ich dachte, wir würden hier bleiben, . .. nur bis das Baby kommt!“ meinte er dann vorsichtig. „Ich möchte aber gerne wieder zurück in die Mall, ich habe alle ewig nicht mehr gesehen!“ „Aber wäre es nicht besser wenn wir bleiben? Ich meine, du musst dich schonen.“ Warf Jack  ein. Ellie sah ihn böse an. „Jack, ich möchte, dass mein Baby in der Mall zur Welt kommt!“ „Ellie weißt du wie weit das noch zur Mall ist? Das ist Wahnsinn!“ „Hast du mich nicht verstanden?“ fragte Ellie.  „Doch! Mache doch einmal nur das was ich sage!“ „Warum? Bist du mein Vormund?“ schrie Ellie. „Rege dich doch nicht auf, ich …!“  „Das ist das einzigste was du sagst! Reg dich nicht auf, mache dies nicht und das schon gar nicht!“ brüllte Ellie. „Nicht so laut!“ „Nicht so laut, nicht so laut! Jetzt willst du mir sogar schon sagen wie laut ich mit dir sprechen darf!“ sie stand auf. „Ellie ich will doch nur sagen, dass du sich schonen sollst!“ „Aber das ist nicht deine Angelegenheit!“  „Nicht meine Angelegenheit? Was willst du damit sagen?“ schrie er zurück. „Ich meine, dass  …!“ fing Ellie an, doch Jack unterbrach sie. „Du willst damit sagen, dass es mich sowieso nichts angeht, weil es nicht mein Kind ist oder?“ er stand ebenfalls auf. „Jack, das ist nicht, ich meine, …!“ stammelte Ellie. „Du hast das ganz genau gemeint!“ schrie er sie an und rannte nach draußen. Ellie und Taima hinterher. „Oh,  je, das ist aber nicht gut!“ meinte Jay. „Komm schon, das sind Ellie und Jack, wenn die nicht streiten, dann sind sie nicht okay!“ „Ja, aber das sieht nach ein bisschen mehr streit aus!“ sagte Jay. „Ich liebe dich!“ meinte Ebony dann. „Ich dich auch!“ er gab ihr einen Kuss. „Und bleibt das auch so?“ fragte sie. „Das kann ich dir nicht sagen, denn weiß ich was in ein paar Jahren ist?“ „Du bist gemein!“ „Ich weiß!“ Sie küssten sich.

Am Nachmittag machten Ebony und Jay einen Spaziergang. „Ich finde es hier wunderschön!“ Ebony löste sich aus seiner Umarmung und drehte sich um die eigene Achse. „Du bist ja so froh!“ meinte er. „Das liegt daran, dass ich mit dir zusammen bin!“ erwiderte Ebony und umarmte ihn noch ein Mal. „DU bist unverbesserlich!“ „Ich weiß!“ sie gab ihm einen Kuss. „Hast du noch was von Ellie und Jack gehört?“ fragte er. Sie schüttelte den Kopf. „Nur Taima vorhin!“  „Ebony!“ flüsterte Jay ihr ins Ohr. „Was denn?“ „Drehe dich jetzt nicht um! Komm einfach mit!“ „Was soll das?“ fragte sie und ließ sich mitziehen. Als sie in ihrer Hütte standen, erklärte Jay: „Da war Siva!“ Ebonys Augen weiteten sich. „Was?“ fragte sie. Jay nickte. „Glaubst du sie hat uns gesehen?“ fragte Ebony. „Nein, aber, ich weiß nicht, viele Menschen hier kennen uns nun!“ „Oh Scheiße!“ Ebony lief zum Fenster. „Kommen sie?“ fragte Jay. Sie schüttelte den Kopf. „Nein, sie kommt aber allein!“ Es klopfte an der Tür. „Sollen wir aufmachen?“ flüsterte Ebony. Jay zuckte mit den Schultern. „NA gut!“ sie ging zur Tür und öffnete sie. „Siva! Was für eine Überraschung!“ schauspielerte Ebony. Siva huschte in den Raum. „Mann bin ich froh, dass ich euch gefunden habe! Hier!“ sie zog einen kleinen Mini-Pc aus ihrer Tasche. „Damit könnt ihr Kontakt zu mir aufnehmen.“ Erklärte sie. „Warum?“ fragte Ebony. „Ich decke euch! Ich will nicht wissen, was Ram mit euch macht, wenn er euch findet!“ „Warum tust du das?“ fragte Ebony erneut. „Du bist meine Schwester und ich kann super lügen! Also ich sage meine Leuten draußen, dass ich euch nicht finden konnte und dann ist gut!“ „ Wie soll ich das je wieder gut machen?“ fragte Ebony. „Gar nicht! Okay ich muss los!“ Siva rannte aus dem Raum. Jay und Ebony lugten vorsichtig hinter ihren Gardinen vor. Siva schüttelte den Kopf und sagte etwas zu den Leuten. Dann gingen sie davon. Siva streckte die Hand aus und winkte kaum merklich hinter ihrem Rücken, während sie mit einem der Männer redete. „WOW!“ Jay war sprachlos. „Ich hoffe, sie verrät uns wirklich  nicht!!“ zweifelte Ebony. Es klopfte an der Tür. Ebony ging und machte auf. Jack stand vor ihr. „Habt ihr Ellie gesehen?“ fragte er außer Atem. „Nein, wieso?“ „Ich mache mir Sorgen, seit heute Morgen ist sie verschwunden. Wenn ihr nun was passiert ist!“ „Hol erst mal tief Luft! Wann hast du sie das letzte Mal gesehen?“ „Na heute Morgen!“ „Gut und wo war das?“ „Bei der Koppel, wir haben uns noch mehr gezofft und jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, was wenn sie jetzt auf dem Weg zur Stadt ist? Ich habe ihr gesagt, dass es mir egal ist was sie tut und was sie macht, ich war doch so sauer!“ „Wir suchen sie!“ Ebony nahm Jay bei der Hand und dann liefen sie nach draußen. „Jack da bist du ja!“ Ellie kam ihnen entgegen. „Ellie ich habe!“ schrie Jack umarmte  und küsste sie dann. „Na toll!“ meinten Ebony und Jay gleichzeitig. „Ziehen wir Morgen weiter?“ fragte Ellie Jack. „Von mir aus!“ die beiden gingen gemeinsam mit Taima in  den Saloon. „Sie gewinnt einfach immer!“ meinte Ebony. „Och, da kenne ich auch jemanden!“ lachte Jay. „Wen denn?“ fragte Ebony. „Sie ist ziemlich klein, ist wunderschön und zufälliger Weise steht sie vor mir!“ „Ich bin nicht klein!“ meinte Ebony beleidigt und gab ihm einen Klaps auf die Schulter. „OH, na warte!“ rief Jay und deutete an, dass er sie hauen wollte. Ebony quiekte und rannte vor ihm weg. „Warte wenn ich dich kriege!“ er lief ihr nach und jagte sie bis sie nicht mehr konnten.

 

Am nächsten Morgen waren Ebony und Jay schon sehr früh auf. Sie wollten Ellie und Jack verabschieden. „Tschüss und schreibt mal ne Mail!“ meinte Ebony während sie Ellies Hand schüttelte. „Machen wir!“ Ebony umarmte Ellie. „Und es ist wirklich alles Vergessen?“ fragte Ellie. „Alles!“ Ebony grinste. Es war ein neuer Anfang, den sie da gerade machten. Beste Freundinnen würden sie nie werden, aber immerhin hatten sie das alte Kriegsbeil begraben. „Tschau Ebony!“ meinte Jack und hielt ihr die Hand entgegen. „Ach Jack!“ Ebony umarmte auch ihn. „Lass dir von Ellie nicht so auf der Nase herumtanzen!“ meinte sie. „Wer tanzt hier wem auf der Nase rum?“ fragte Ellie. „Niemand!“ sagte Ebony hastig und Jack lächelte. „Tschüss Taima! Pass schön auf Ellie und Jack auf!“ sagte Jay und streichelte den Hund. Sie bellte laut und lief schwanzwedelnd voraus! „Grüßt die anderen schön!“ rief Ebony ihnen nach und sah zu wie die beiden in der aufgehenden Sonne verschwanden. „Du siehst ja so traurig aus!“ meinte Jay und umarmte seine Freundin. „Tja ich werde langsam ziemlich sensibel!“ „ Sensibel? Och nein, wie Sünde!“ neckte er sie. „Du bist doof! Richtig….!“ „Ja, ja!“ meinte Jay. „Du nimmst mich gar nicht …!“ „Manchmal möchte ich dir den Mund stopfen!“ sagte er. „Wie denn?“ fragte Ebony. „Vielleicht so?“ Jay küsste sie. „Das könnte mir gefallen!“ Ebony sah ihn an. Dann küssten sie sich erneut.

Der übrige Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Doch am nächsten Nachmittag erlebte Ebony eine Überraschung. Jay hatte sie unter dem Vorwand, er hatte etwas gefunden, dass er allein nicht tragen konnte in eine alte Scheune gelockt. „Jay?“ Ebony sah sich um. Hatte er diese Scheune gemeint? Wo war er? Wollte er nicht pünktlich da sein? Ebony schreckte auf, als sich etwas an der Tür bewegte. War es Jay? Unentschlossen nahm sie ein Holzstück in die Hände. Die Tür öffnete sich knarrend und Jay trat ein. „Puh, du bist es also!“ meinte sie und ließ das Holzstück fallen. „Ebony, schön das du da bist!“ sagte er und lächelte sie an. „Was hast du jetzt gefunden?“ fragte sie nervös, sie mochte dieses alte Gebäude nicht, es roch modrig hier und außerdem knarrte es an allen Ecken. „Ich habe dich gefunden!“ antwortete er und ging ein Stück auf sie zu. „Mich gefunden? Jay, was soll das?“ sie wurde langsam wütend. „Ebony, ich möchte dich etwas fragen!“ sagte Jay und nahm ihre Hand. „Was denn, und dafür holst du mich in diese Bruchbude?“ Jay ging nicht auf ihr meckern ein. „Ebony, möchtest du meine Frau werden?“ fragte er. Sie sah ihn mit großen Augen an. Sie war sprachlos. Mit so etwas hatte sie nicht gerechnet. „Im Ernst?“ fragte sie. Er nickte. Sie fing an zu strahlen. „Soll, dass ein Witz sein? Das fragst du noch? Natürlich! Ja, Ja Jay ich will deine Frau werden!“ sie umarmte und küsste ihn. „Gott sei dank!“ meinte Jay. „Was?“ „Ja, ich dachte schon du würdest nein sagen!“  „Und warum sollte ich das tun?“  „Ich weiß nicht, weil ich na ja, vielleicht ich weiß nicht! „Vielleicht was?“ fragte sie ihn. „Vielleicht kann ich dir nicht genug bieten, ich meine eine alte Holzhütte, …!“ Sie legte ihren Finger auf seinen Mund. „Sag so etwas nie wieder, hörst du?“ sagte sie zu ihm. Er nickte.  „Denk so was nie wieder!“ meinte sie dann vorwurfsvoll! Er nickte erneut. „Erzählen wir es Ruby und Slade?“ fragte Ebony. „Moment noch, ich will den Moment genießen.“ „Was?“ sie sah ihn verwundert an. „Ebony, das ist der schönste Moment in meinem Leben!“ „Achs so, na dann genieße ihn! Aber mit mir!“ sie umarmte ihn erneut und kuschelte sich dann an seine Brust. „Weißt du was?“ fragte sie dann. „Was denn?“ „Du hast gestern doch recht gehabt! Ich bin wirklich verdammt klein!“ Er lächelte. „Ja da hast du Recht.“

Von Ruby und Slade hatten sie eine Einladung zum Abendessen bekommen. Das empfanden sie als gute Gelegenheit es ihnen zu sagen! „Mmhhh, das sieht aber gut aus!“ sagte Ebony, als sie den Saloon betrat. Slade schloss die Tür hinter ihr ab. „Closed!!!“ stand auf dem, Schild, das er in das Fenster hängte.  „Ja, ich habe mich auch glaube ich selber übertroffen!“ erwiderte Ruby und lächelte. „Geb nicht so an!“ sagte Slade und setzte sich neben sie. „Na wie war euer Tag?“ fragte Ruby, während sie, den anderen, Essen auftat. „Gut!“ gab Ebony zurück. „Wir haben noch eine Einladung für euch!“ meinte Jay beiläufig und gab Slade den Zettel. „Wollt ihr euer neues Haus einweihen?“ fragte er und öffnete ihn. „Hochzeit? Wow, gratuliere!“ er zeigte Ruby den Zettel. „Toll, ich freu mich!“ meinte auch sie.  „Wann und wo und wie?“ fragte Slade. „Wissen wir noch nicht!“ antworteten Ebony und Jay gemeinsam. „Na dann lasst es uns wissen, wenn ihr es wisst! Wir kommen gern!“ „Wir dachten ihr könntet so was wie Trauzeugen sein!“ „Ich denke, dass machen wir gerne!“ antwortete Ruby. „Wollt ihr nicht auch? Wir sind gern Trauzeugen!“ scherzte Ebony. „Nein, danke!“ entgegneten Ruby und Slade gleichzeitig.  „Ein Baby langt uns!“ meinte Ruby dann noch. „Genau, das ist viel besser als jeder Ehering!“ sagte Slade. „Wollt ihr nicht auch? Wir sind auch Patentante und Patenonkel!“ fügte er hinzu und die anderen fingen an zu lachen. „Schon verstanden, wer dumm fragt kriegt dumme Antworten!“ sagte Ebony. „So ist es! Und schau mal was ich mir  gebaut habe!“ Slade  hob ein Band hoch, an dem ein Hammer hing. „Meine Idee!“ lachte Ebony. „Jap, aber ich lasse ihn in letzter Zeit nicht mehr fallen. Das lag daran, das du unten standst!“ „HAHA!“ sagte Ebony. „Nein im Ernst,  ich glaube er hat sich erschreckt als er dich gesehen hat, und ist mir aus der Hand gesprungen!“ sie trat ihm unterm Tisch gegen das Schienbein. „DU fieser ….!“ „Was denn?“ „DU fieser, fieser …!“ „Na was bin ich?“ „Du fieser, fieser Fiesling!“ Ruby und Jay lachten und auch Slade grinste. „ Ich werde gern Fiesling genannt! Besonders von so hübschen Frauen.“ „Hey!“ riefen Ruby und Jay gleichzeitig. „Keine Sorge Ruby, du bist eh die hübscheste von allen!“ meinte Slade. „Slade, du bist ein richtiger, Blödmann!“ sagte Ruby. „Komm schon das war ernst gemeint.“ Sagte er. „Ja, ich weiß. Besonders, weil ich ja auch so schlank bin!“ entgegnete Ruby und lächelte. „Genau!“ er grinste und gab ihr einen Kuss. „Du Macho- Schwein!“ meinte sie. „Ach ja, so nennt sie mich immer. Ist schon fast mein Spitzname!“ „Slade!“ sagte Ruby streng. „Was denn? Ist doch so!“  Der Abend wurde noch ziemlich lustig. Besonders Slade mit seinen merkwürdigen Kommentaren brachte sie zum Lachen.

Auch am nächsten Vormittag war nichts los. Am frühen Nachmittag  zogen Jay und Slade los um sich nach den Technos umzuhören und ließen Ebony und Ruby alleine im Saloon. „Ich hoffe, es gibt keinen Streit! Ich hasse es wenn ich, dazwischen gehen muss!“ sagte Ruby und füllte ein Glas mit Orangensaft. „Och ich kann die Typen auch rausschmeißen, das wird lustig!“ „Lustig?“ fragte Ruby und trank einen Schluck. „Ach Mist! Das war für den Jungen  da vorn!“ sagte sie dann. „Füllen wir halt ein neues Glas!“ meinte Ebony du nahm ein Glas aus dem Schrank. Sie füllte es mit Orangensaft  und brachte es dann dem Jungen. „Bitte   sehr der Herr!“ sagte sie und stellte es ihm vor die Nase. „Danke! EBONY?“ „Ja?“ sagte sie und sah ihn an. „Luke? Was machst du denn  hier?“ „Ich wollte dich dasselbe fragen!“ antwortete er. Sie setzte sich. „Ich bin auf der Durchreise, will zur Stadt!“ erklärte er. Ebony überkam ein merkwürdiges Gefühl. Vor zwei Tagen noch, waren Jack und Ellie hier gewesen und hatten sich wegen ihm gestritten. Sie wollte gar nicht wissen, was los war wenn Luke in die Mall kam. „Mall?“ fragte sie deswegen. Er nickte. „Ja mal sehen was sie alle so machen!“ „Was sie alle so machen?“ wiederholte Ebony. Das konnte doch nicht stimmen! Er würde doch nicht ohne Grund zur Mall gehen und sagen „HEY Da bin ich!“ Es musste irgendwas passiert sein. „Ja, darf ich das nicht?“ fragte er. „Doch, doch natürlich. War ja nur ne Frage.“ „EBONY!“ rief Ruby. „Ich komme!“ gab sie zurück und stand auf. „Wir unterhalten uns nachher weiter, okay?“ Sagte sie zu Luke und ging zur Theke. „Was ist denn?“ „Kannst du das mal den beiden da vorn bringen?“ fragte Ruby und gab ihr ein Tablett. „Mache ich!“ Schon war sie weg. „Danke! Ich muss noch abwaschen!“ meinte Ruby. „Bitte, warum auch nicht!“ Es wurde lauter im Raum. Mehrere Leute strömten auf einmal hinein. „OH nein!“ meinte Ruby. „Nicht die, die sind immer so unfreundlich!“  „Tja, jetzt lernen  sie mich mal kennen!“ Ebony schnappte sich die Schürze und band sie sich um. „Was darf es sein?“ fragte sie und lächelte die Typen an. „Oh, ein neues Gesicht!“ meinte einer von ihnen. „Ja, Operationen machen wir hier nicht!“ sagte Ebony zurück. Anscheinend schien der Typ sie nicht zu verstehen, doch die anderen lachten. „Hältst dich wohl für ganz toll, hä?“ fragte er sie. „Nein!“ sagte sie  nur und klimperte mit den Wimpern. „Ich weiß, dass ich toll bin!“ „Ach so? Worin denn?“ fragte er sie. „Im Bestellungen annehmen, also was wollt ihr Versager Trinken?“ „Was Nettes!“ antwortete er. Ebony nickte und ging zurück zu Ruby. „Du hast Recht, sie sind schlimm!“ meinte sie und nahm 4 Gläser aus dem Schrank. „Sie wollen was nettes, also kriegen sie was Nettes!“ sie füllte Orangensaft ein. „Garantiert Magenfreundlich!“ meinte sie und stellte die Gläser vor den Typen auf den Tisch. „Danke!“ sagten sie und Ebony verschwand. „Sie haben das nicht mal gecheckt!“ sagte sie zu Ruby. Diese schüttelte den Kopf. „ Du bist brillant.“ „Och nicht zu viel, sonst werde ich noch rot. Luke kam an die Theke. „Na, und wer bist du?“ fragte er Ruby. „Ich bin Ruby!“ „Du erinnerst mich an jemanden!“ meinte Luke und lächelte. „Kenne ich sie?“ fragte Ruby. „Nein, glaube ich nicht!“  antwortete er, doch Ebony hatte  das Gefühl, als wenn Ruby sie doch kannte. „Ruby?!“ Jemand kam auf die Theke zugerannt. „Was ist denn?“ fragte sie und drehte sich um. „Jack, was machst du denn schon wieder hier?“ wollte Ebony wissen. „Ellie, hat was verloren, ihr Amulett und sie muss es unbedingt wieder haben, sonst kriegt sie einen Anfall. Und ich habe den ganzen Weg abgesucht und es nicht gefunden. Und ich muss so schnell wie möglich zurück, am liebsten noch heute!“ „Jack, Jack hol erst mal Luft!“ Ebony sah ihn lachend an. „ Jack?“ Luke sah Jack von der Seite an. Jack sah aus als hätte, Taima ihm gerade auf den Schuh gemacht. „Luke!“ stammelte er und ließ sich auf den Stuhl fallen. „Ich gehe mal nachsehen!“ Ruby nahm den Schlüssel vom Haken. „Aber eigentlich habe ich schon sauber gemacht!“ Sie verschwand. „Was trinken?“ fragte Ebony, weil sie die peinliche Stille, die jetzt eintrat nicht mochte. Jack nickte. „Seid ihr soweit gut angekommen? In der Mall meine ich?“ fragte sie dann. Jack nickte erneut und starrte immer noch Luke an. „Ich soll dich schön grüßen.“ Meinte er dann und nahm das Glas in die Hand. „Nicht von den anderen Mall Rats wir haben nicht gesagt, das wir euch getroffen haben, man weiß nie wem man trauen kann. Aber Ellie und Taima lassen  dich herzlich grüßen und wenn es nach Taima ginge, würde ich dich jetzt einmal abschlecken, aber ich glaube Jay würde mich umbringen.“ „ELLIE? Geht es ihr gut?“ fragte Luke. „Kann man so sagen, ja!“ antwortete Jack schroff. „Jungs!“ ermahnte Ebony, ihr gefiel der Ton nicht! „Meinst du das?“ fragte Ruby, als sie wieder kam. „Oh ja super, genau das! Sie war richtig durcheinander, weil es nicht da war! Ihr wisst gar nicht wie anstrengend sie sein kann!“ „Und weil du so ein lieber Jack bist, bist du den ganzen Weg zurückgegangen, um es zu Suchen!“ ergänzte Ruby. Jack nickte. „Aber ich mache mich lieber gleich wieder auf die Socken!“ er stand langsam auf und meinte dann noch: „Danke für das Trinken!“ „Gern geschehen!!!“  „Tschüss Luke!“ nuschelte Jack. „Jack, grüß Ellie schön von mir!“ Jack überlegte kurz und entschied dann: „Sorry, aber das werde ich nicht tun! Ich denke, dass du weißt wieso!“ Er drehte sich entgültig um und verschwand dann. Luke seufzte. „Ja, die Antwort habe ich verdient!“ Ebony nickte und sah auf. Einer, der miesen Typen hatte eine Schlägerei angefangen. „oh nee!“ meinte Ruby und ging zu ihnen. „Hört auf sofort!“ schrie sie. Auch Ebony trat jetzt näher. „Was mischt du dich ein?“ fragte der eine. „Der Saloon gehört mir und hier wird sich  nicht geschlagen!“ antwortete Ruby ruhig. Die beiden fingen erneut an sich zu kloppen. Ruby ging dazwischen, doch sie bekam einen Schlag ins Gesicht und landete auf dem Po. „Hey! Jetzt ist aber wirklich gut!“ schrie Ebony und hielt dem einen den Arm fest. „Was hast du denn hier zu sagen?“  wollte er wissen. „ZU sagen überhaupt nichts aber ich kann das hier tun!“ Mit ein paar schnellen Handgriffen legte sie ihn zu Boden. „Sonst noch jemand? Dann verschwindet von hier!“ Das ließen sie sich nicht zweimal sagen, nachdem sie gesehen hatten, was Ebony mit  ihrem Anführer gemacht hatte. „Alles Okay?“ fragte Ebony und half Ruby aufzustehen. Sie nickte und meinte: „Danke! Deswegen lasse ich die normaler Weise wenn Slade nicht da ist nicht rein!“ „Wirklich alles in Ordnung?“ vergewisserte sich Ebony, da Ruby sich den  Bauch rieb. „Ja, wirklich!“ sie lächelte und ging dann wieder hinter die Theke. Luke hatte dem Spektakel zugesehen und sagte nun zu Ebony: „Immer noch die alte Kämpferin, hm?“ „Tja, so einfach verändert man sich  nicht!“ „Ah ja?“ „JA! Weißt du es gibt ein schönes Sprichwort, das von vorne bis hinten auf mich zutrifft: Ein Leopard kann seine Flecken nicht loswerden!“ „Was willst du damit sagen?“ fragte Luke leicht irritiert. „Ich meine, man selber kann sich schon verändern, aber die anderen werden in einem immer dieselbe Person sehen!“ Er sah sie nachdenklich an. „Du meinst ich soll nicht zur Mall gehen?“ Sie zuckte mit den Schultern. „Das hast du gesagt!“ sie gesellte sich wieder zu Ruby. „Ebony?“ fragte sie. „Ja!“ „ Äh, kannst du mal kurz aufpassen? Ich muss mal für kleine Mädchen.“ „Klar!“ „Super vielen Dank!“ Sie verschwand die Treppe rauf. Ebony sah sich um. Außer Luke und einem einsamen Jungen war niemand mehr da. Sie beschloss Luke mit seinen Gedanken allein zu lassen und ging zu dem Jungen. „Möchtest du nichts bestellen?“ fragte sie. Er schüttelte den Kopf. „Möchtest du Gesellschaft?“ ER schütteltet den Kopf erneut! Dann stand er auf und ging.  „NA GUT!“ dachte Ebony und ging dann zu Luke und setzte sich neben ihn. „WO Ruby wohl bleibt?“ fragte sie und sah die Treppe rauf. „Vielleicht hat sie doch was abbekommen, bei der Schlägerei vorhin!“ vermutete Luke. „Na toll! Du bist ja aufbauend!“ Meinte Ebony ironisch. „Dann geh doch nachsehen!“ sagte Luke. „Weißt du was? Das mache ich auch!“ antwortete sie und stand auf, doch  das war gar nicht mehr nötig, da Ruby gerade wiederkam. „Huch, niemand außer du mehr da?“ fragte sie und nahm ein Glas aus dem Schrank. „Sieht so aus!“ gab Luke zurück. Ruby goss ein wenig Saft in  ein Glas und trank einen großen Schluck.  „Willst du über Na …. Autsch!“ sie hielt sich den Bauch. „Ruby? Alles Okay?“ fragte Ebony misstrauisch! „Ich meinte willst du über Nacht bleiben?“ wiederholte Ruby. „Wenn du noch ein Zimmer hast!“ Luke zuckte mit den Schultern. „Ja, die Nummer 19 ist noch …!“ Ruby hörte erneut mitten im Satz auf und verzog das Gesicht. „Es ist nicht alles Okay!“ meinte Ebony. „Ich glaub das Baby kommt!“ sagte Ruby. „Was? Ruby, das kannst du mir nicht antun!“ Ebonys Augen wurden groß. „Toll, das hättest du eher sagen müssen!“ scherzte Ruby. „Haha! Was machen wir denn jetzt? Ich weiß gar nicht was ich tun soll!“ Ebony schlug sich mit der Hand an den Kopf. „DU musst dich hinlegen, komm Ebony wir bringen sie nach oben!“ Luke stand auf und griff Ruby unter die Arme. „Was?“ fragte Ebony erstaunt. „Willst du Wurzeln schlagen?“ fragte er zurück und Ebony fragte: „Kennst du dich damit aus?“ „Ein wenig! War doch mal bei den Sanitätern und habe Praktikum auf der Entbindungsstation gemacht!“ „Warum sagst du das nicht gleich?“ schrie Ebony erleichtert. „Äh, Leute ich will ja nichts sagen aber ich bin auch noch da!“ machte Ruby sich bemerkbar. „Oh Sorry!“ die beiden halfen ihr nach oben und nach einer halben Stunde war das Baby dann da. „Ein Mädchen!“ sagte Ebony und gab Ruby ihr Baby in den Arm. „Du warst großartig!“ lobte Luke Ebony. „Man tut was man kann!“ entgegnete sie und lächelte. „Ähm, Ruby ich geh mal nach unten wir haben gar nicht zugemacht und na ja ich geh auf jeden Fall mal!“  Ebony ging hinaus und schloss die Tür behutsam hinter sich. Unten im Saloon war keine Menschenseele und sie setzte sich. Auch Luke kam von Oben. „Sie schläft ist völlig fertig!“ sagte er und setzte sich zu ihr.  Sie nickte. „Kann ich mir vorstellen! Danke Luke, ich weiß gar nicht was gewesen wäre wenn du nicht da gewesen wärst!“ „Ach, ihr hättet das auch allein geschafft!“ er war leicht verlegen. „Ganz bestimmt nicht! Ich wäre vollkommen durchgedreht und dann oh, ich will gar nicht wissen was passiert wäre!“ Sie schüttelte den Kopf. „Du hast aber gut die Nerven behalten!“ meinte er. „Was hätte ich tun sollen? Heulen?“ sie grinste. „Nein Freundchen so schnell fang ich nicht an zu heulen!“  fügte sie dann hinzu. „Ebony was du vorhin über die Mall gesagt hast, du hast recht! Aber ich werde trotzdem zurückgehen, weil ich die Mall Rats warnen will. Es kann nämlich sein, dass der Guardian wieder an die Macht kommen will und das müssen alle unbedingt wissen.“ „Das ist klar! Aber Luke, ich weiß ja das mit Ellie und dir …!“ „Das ist vorbei, ich habe sie ewig nicht mehr gesehen, aber ich glaube ich liebe sie immer noch und deswegen werde ich auch ganz bestimmt nicht ihr Glück mit Jack zerstören, aber ich muss die anderen warnen!“ „Das finde ich sehr anständig von dir, ich meine die Mall Rats waren nie sehr nett zu dir.“ „Ich bin ein besserer Mensch geworden, wie du!“ „Oh Danke, aber lob mich nicht zuviel sonst bilde ich mir da noch etwas drauf ein. Ich hatte nämlich Hilfe dabei und ohne Jay wäre ich jetzt auch nicht hier und wahrscheinlich wäre ich die alte, gemeine, fiese, bösartige Ebony.“ „Jay ist dein Freund?“ fragte Luke. Sie nickte. „Aber ich bin leider mit einem anderen verheiratet, er hat mich gelinkt, hat mir ein Video gezeigt auf dem Jay und Amber sich küssen und ich hab es geglaubt, deshalb habe ich Ram geheiratet. Aber ich habe das rausgefunden und bin wieder mit Jay zusammen und jetzt jagt Ram uns!“ sie seufzte. „Ich werde in der Stadt nichts sagen!“ versprach er. „Danke, weißt du es ist merkwürdig, ich vermisse die Mall Rats  und sogar Amber.“ „Sie sind deine Familie!“ meinte er. „Ich denke du hast Recht!“ sie lächelte und sah dann auf, weil sie Stimmen vor der Tür hörte. „Das sind Slade und Jay!“ flüsterte sie dann Luke zu und drehte sie zur Tür. „Ganz normal wirken!“ fügte sie hinzu. Jay und Slade betraten lachend und scherzend den Raum. „Jay, da bist du ja wieder!“ meinte Ebony. „Hast du mich vermisst?“ fragte er. „Vermisst? Was ist das?“ fragte sie zurück und stand auf. Er lachte und küsste sie. „Hey wer bist denn du?“ fragte Slade. „Ich bin Luke!“ stellte Luke sich vor. „Wo ist denn Ruby?“ wollte Slade dann noch wissen und nahm sich einen Apfel aus der Obstschale auf der Theke. „Sie schläft!“ antwortete Ebony. „Sie schläft?“ wiederholte Slade. „Ja, darf sie das nicht wenn sie grad ein Kind bekommen hat?“ Ebonys Satz verfehlte seine Wirkung nicht! Slades Augen wurden groß. „Wie bitte?“ er legte den Apfel zur Seite. Ebony nickte  und er rannte nach oben. Sie lächelte. „Meine Güte, der hat es aber eilig!“ meinte sie. „Junge oder Mädchen?“ fragte Jay nur und legte seinen Arm um ihre Schulter. „Mädchen!“ war die Antwort von Luke. „Dann gratulieren wir ihnen morgen mal.“ Sagte Jay und sah auf die Uhr. „Puh schon so spät? Draußen ist es aber noch gar nicht dunkel!“ „Komm, wir machen hier zu und gehen rüber.“ „Und ich?“ fragte Luke. Ebony zuckte mit den Schultern. „ach, ich bleib hier auf der Couch!“ meinte er dann. „Schlaf gut!“ sagte Ebony und ging dann mit Jay Arm in Arm in ihre Hütte. „Und was von den Technos gehört?“ fragte Ebony und krabbelte in das Bett. „Ja, wir haben sie in die verkehrte Richtung gelockt! Ich habe mich im Busch versteckt, während er auf der Straße umher ging. Dann kamen Technos und fragten ihn nach uns und er meinte, er hätte uns im Westen gesehen in einer Stadt namens Freedom. Ein kleines Problem gibt es nur, die Stadt gibt es gar nicht!“ „Du bist großartig!“ meinte Ebony und drückte ihm ein Küsschen auf die Stirn. „Und wie war das Kinderkriegen?“ fragte Jay und grinste. „Du kennst mich doch, ich wäre ohne Luke aufgeschmissen gewesen, aber es war ein Wunder! Ein wunderschönes Wunder!“ entgegnete sie und kuschelte sich an ihn. „Heißt das du möchtest auch eine Familie?“ fragte Jay. „Eigentlich schon, weißt du, aber erst wenn wir ganz sicher sein können nicht mehr gejagt zu werden, ja, dann kann ich mir das vorstellen!“ erwiderte Ebony. „Schade, das wir noch gejagt werden!“ meinte Jay. „Hey! Keine Familie gründen heißt nicht, dass man es nicht ausprobieren könnte“ gab sie zurück. „SO?“ ……..

 

Und hier noch eine Love-Story:

I don’t want to say goodbye…

 

                                        Einleitung

 

 

Es war 6:00Uhr morgens, als Ebony aus ihren Träumen gerissen wurde. Verschlafen richtete sie sich auf und marschierte  in die Küche. Es war still und niemand war zusehen. Sie nahm sich einen Becher aus dem Küchenschrank und füllte ihn mit Milch, die sie vorher aus dem Kühlschrank geholt hatte. Ebony setzte sich an einen Tisch. War es Traum gewesen? Oder hatte wirklich jemand geschrieen? Laut aus geschrieen aus Verzweiflung oder gar um sein Leben geschrieen?? Nein es musste ein Traum gewesen sein. Es waren nur noch Trudy, May, Salene, Patch, Dee, Mouse, Ellie, Jack, Alice, Slade, Tai-San und sie in der Mall. Amber wurde von den Technos entführt und wahrscheinlich umgebracht. Jay war wieder zu Technos gegangen. „Vielleicht kann ich was für Amber tun…“ hatte er damals gesagt. Er war einfach so gegangen, hatte Ebony allein gelassen, gerade als sie so glücklich waren. Hatte er denn gar nicht an Ebony gedacht??? Hass kam in ihr auf. Sammy wurde umgebracht, weil er nicht das tun wollte, was Mega und Ram wollten. Sie hatten sich zusammen getan und waren das „Dream-Team“ wie sie sagten. Doch es gab wichtigeres als einen oder mehreren Freunden nach zutrauern! Z.B. zu den anderen Mall-Rats zu halten. Ebony war nie wirklich eine von ihnen und das hatte sie andauernd zu spüren bekommen. Doch jetzt hatte sie eine Chance alles wieder gut zumachen, was sie vor Jahren falsch gemacht hatte. Aber würden die restlichen Mall Rats ihr überhaupt eine Chance geben??? Vielleicht, vielleicht auch nicht! Über dem Herd hing eine Uhr und ein Blick auf sie verriet Ebony das es schon 6:35Uhr war…

 

                                         Zeremonie für Verschwundene Freunde

 

„Gel würdest du mir bitte die Gläser reichen?“ fragte Ellie Gel. „Was ich???“ fragte Gel. „Ja, du!“ „Nein! Mein Nagellack ist noch nicht trocken…“ „GEL! Komm schnell! Dee sagt sie und Patch brauchen Hilfe!“ Mouse kam in die Küche. „Nie hat man seine Ruhe! Nie!!“ Gel stand auf und ging langsam hinter Mouse her. „Hi Ellie! Kann ich dir helfen?“ fragte Ebony. „Wenn du meinst.“ Sagte Ellie trocken und fügte hinzu: „Gib `mir mal die Gläser bitte!“ Ebony tat was Ellie ihr gesagt hatte. „Sie ist ziemlich zickig was? ...Gel meine ich!“ meinte Ebony, mied es Ellie an zu sehen. „Ja! Sie benimmt sich wie ein kleines Kind!“ stimmte Ellie zu. „Wie läuft es mit dem Amulett so?“ war die nächste Frage von Ebony. „Eigentlich ganz gut!“ „Was heißt eigentlich?“ „Naja, es würde bestimmt gut laufen, wenn…wenn wir ne Story hätten! Die Technos haben seit Tagen nichts gemacht worüber man sich hätte  aufregen können!“ Doch sie haben was gemacht. Sie haben unseren Tribe zerstört… Dachte Ebony -Stille- „Ich werde dann mal gehen! Vielleicht hat Jay mir eine E-Mail geschrieben.“ Sagte Ebony. „Er schreibt dir E-Mails? Das wusste ich noch gar nicht!“ „Er…hat auch noch nie geschrieben! Vielleicht tut er es aber mal. Glauben tu ich es aber nicht!“ Ebony ging in ihr Zimmer und schaltete ihren PC an. Nachdem sie sich ins Internet eingewählt hatte, kontrollierte sie ihre E-Mails. Nein. Er hatte nicht geschrieben. Warum sollte er? Er hatte sie ja nur allein gelassen. „Vielleicht kann ich was für Amber tun…“ hatte er damals gesagt und Ebony erinnerte sich an diese Worte, wenn sie an Jay dachte. So wie jetzt. Soll ich an ihn schreiben?? - dachte sie- Ja!

 

Hi, Jay!

Vielleicht erinnerst du dich ja an mich! Ich bin`s Ebony! Leider ist es schon ein paar Wochen (so um die 10 oder 15) her, dass du zu R&M (Ram  & Mega) gegangen bist. Du hast dich bis heute nicht ein einziges Mal blicken lassen oder dich per E-Mail gemeldet. Aber lass mich hier bloß sitzen und warten, denn ich habe ja nichts anderes zu tun! „Vielleicht kann ich ja was für Amber tun…“ hast du damals gesagt!!!!! Naja wenn du tot bist ist es so und wenn nicht dann ist es auch so…

EBONY

 

Nachdem sie diese Worte geschrieben hatte, fühlte sie sich um einiges besser. Hoffnung um eine Rückmeldung hatte sie aber nicht. „ABENDESSEN!!“ hallte Ellie’s Stimme durch die Mall. Ebony wartete noch 1 Minute, dann ging sie auch in die Küche. Wie gut es roch. Spiegeleier, Brot, Aufschnitt und Jogurt standen auf dem Tisch, auf dem viele kleine Kerzen standen und die Küche durch ihr Licht etwas mehr erhellten.

Während dem Essen wurde viel geredet. „Ich fand`s toll, dass ich helfen durfte Dee.“ Sagte Mouse begeistert. „Mir nicht! Ich kann Blut nicht leiden! Es macht unschön!“ meinte Gel. „Dann findest du dich also auch unschön!“ sagte Tai-San, antwortete aber nicht auf Gel`s fragenden Blick. „Ellie, das Essen schmeckt wirklich sehr gut!“ versuchte Ebony das Thema zu wechseln. „Ja, finde ich auch!“ meinte Patch und stopfte sich eine Gabel mit Spiegelei in den Mund. „Wo ist Trudy eigentlich?“ fragte Jack nach einer langen Stille. „Keine Ahnung!“ kam es von May, noch bevor Jack den Satz überhaupt ausgesprochen hatte. „Was??!!“ fragte sie, als alle sie anstarten, als wenn sie noch nie jemand gesehen hätte. „Willst du uns vielleicht was sagen?!“ wollte Alice wissen. „Nein! Ich muss gehen!!!“ May stand auf, brachte ihr Geschirr weg und rannte förmlich aus der Mall. „Mh…komisch“ meinte Slade und ging ebenfalls…

 

 

„Du trotteliger Dummkopf!“ sagte ein Mann in schwarzen Sachen und einer Brille auf der Nase. Es war Mega. „Was??!“ kam eine andere Männer-Stimme hinterher. „Ich dachte, die Mall Rats würden denken du wärst tot!“ meinte Mega. „Tun sie ja auch.“ Entgegnete die andere Stimme. Jay nickte kaum merklich und flüsterte: „Kann ich jetzt gehen?“ „Wenn du meinst…Ach Jay, wie geht es Amber eigentlich?“ fragte Mega und setzte sich auf einen Stuhl. „Gut! Sie ist ein bisschen geschafft, weil Bray die Gegend nicht besonders mag. Warum fragst du und woher soll ich das wissen??“ war die Antwort. „Du kannst jetzt gehen! Sie ist doch deine Gefangene!“ meinte Mega.

 

 

„Stör ich?“ fragte eine Stimme hinter Ebony. Es war Tai-San. „Oh, nein, nein! Komm ruhig herein!“ meinte Ebony. „Es geht um eine Zeremonie, “ fing Tai-San an, „um eine Zeremonie für verschwundene Freunde.“ „Oh! Und ich soll jetzt mitmachen?“ fragte Ebony. „Wenn du nicht willst musst du nicht!“ meinte Tai-San sofort. „Ich…habe …was muss man…was passiert bei dieser Zeremonie?“ wollte Ebony wissen. „Du musst dir einfach die Person vorstellen, die dir weggenommen wurde. Wenn die Zeremonie gut geht kommen die Personen oder die Person wieder. Ebony überlegte. Java und Siva konnte sie nicht wiederbekommen. Und Jay??? Nein! Sie wollte ihn nicht. Er war Luft und es gab ihn wahrscheinlich nicht mehr. „Ähm…ich möchte nicht das du mich falsch verstehst. Ich habe niemanden, den ich wiederhaben möchte, also…“ sie  wollte noch weiter reden aber Tai-San unterbrach sie: „Ich verstehe dich schon! Echte Mall Rats würden teilnehmen aber du warst noch nie eine von uns!“ „Nur weil ich den Guardian und Lex nicht wiederhaben will und auch sonst niemanden wiederhaben will…!“

versuchte sich Ebony zu verteidigen. „Ja, weil du niemanden hast!“ schrie Tai-San. „Soll ich etwa meine toten Schwestern wieder holen, wobei ich genau weiß, dass sie nicht wiederkommen können, weil sie tot sind und Tote kann man nicht wiederhaben! Ich dachte du müsstest das wissen! Außerdem musst du mir nicht immer auf die Nase binden, dass ich noch nie eine von euch war und das auch nie sein werde!!!“ Ebony wollte aus ihrem Zimmer laufen, doch Tai-San hielt sie am Arm fest. „Es tut mir leid! Ich wollte nicht so hart sein!!“ sagte sie entschuldigend. Ebony blieb stehen. Wollte sie jetzt immer noch weglaufen??? Nein! Tai-San hatte sich entschuldigt und hatte es wahrscheinlich auch so gemeint. „Ist schon gut.“ Sagte sie deshalb und warf ihren Mantel auf einen Stuhl…

Musik spielte und alle Mall Rats standen im Kreis um den großen Phönix am Eingang der Mall. Alle bis auf Ebony. Sie stand im 1. Stockwerk der Mall und schaute zu für wen Ellie, Jack, May, Trudy und die anderen Beteten. „Ich bete dafür, dass Amber wiederkommt! Sie soll wieder unsere Anführerin werden!“ sagte Trudy. „Und ich möchte, dass Ryan zurück kommt.“ Betete Salene. „Wenn Charlie noch am Leben ist, dann möchte ich, dass er wiederkommt!“ erzählte Mouse. Eine halbe Stunde ging es weiter, bis Jack sagte: „Ich hab` Hunger!“ „Aber wir haben doch erst gegessen, Jack!“ meinte Ellie.

 

 

                                                                     Ram’s Trick

 

„NEIN!“ hallte es durch die Mall, „AHHHHHHHH!“ Ebony schreckte auf. Was war passiert? Hatte sie geschrieen oder jemand anderes? Sie stieg aus ihrem Bett und ging aus ihrem Zimmer. Ihre Füße wurden blitzschnell eiskalt. Sollte sie etwas fragen?? Nein! Wahrscheinlich schliefen sowieso noch alle. Aber warum? Hatte sie geträumt, dass sie geschrieen hatte? Wenn sie es nicht geträumt hatte, warum war dann keiner wach? Ebony ging zurück zu ihrem Bett und legte sich hinein. Wie gern wäre sie jetzt bei Jay. Wenn er noch lebte, warum meldete er sich dann nicht bei ihr? Liebte er sie überhaupt noch? „Denk nicht mehr an ihn.“ Ermahnte sie sich selbst, „denk nur noch an deine Träume…“ dann schlief sie ein. Es vergingen ungefähr 3 Stunden, bis sie wieder aufwachte. „Guten morgen Ellie.“ Sagte Ebony, als sie in der Küche war. „Guten, morgen!“ erwiderte  Ellie. „Wie hast du geschlafen??“ fragte Ebony. „Wie ein Stein!“ war die Antwort. „Hast du kein Schreien gehört?“ forschte Ebony weiter. „Nein! Wieso fragst du?“ „Oh, ach dann hab ich es wohl nur geträumt.“ Sagte Ebony. Warum träume ich immer von Schreien?? Fragte Ebony sich selbst und setzte sich zu Ellie. Sie wollte sie gerade etwas fragen, als Jack kam. „Guten morgen Schatz!“ sagte er an Ellie gewand und küsste sie. „Gute morgen Jack“, sagte Ellie, „du kannst wieder ins Bett gehen, ich bringe dir Frühstück.“ „Ok! Danke!“ Jack und Ellie küssten sich noch einmal und Jack verschwand. „Tschau!“ meinte Ellie ein paar Minuten später und ging in die Richtung, in die auch Jack gegangen war. „Hi!“ sagte eine Stimme hinter Ebony. „Oh, hi Slade!“ begrüßte sie ihn. Ohne zu Fragen, setzte er sich. „Wie hast du geschlafen?“ fragte er. „Ganz gut.“ Sagte Ebony und stand auf. Sie ging in ihr Zimmer und setzte sich auf ihr Bett. „Hast du irgendwas?“ fragte Slade, der ihr nachgekommen war. „Nein! Alles in Ordnung.“ Sagte Ebony leise und sah Slade an. Was wollte er? Warum war er ihr hintergekommen? „Ich…wird dann...mal gehen.“ Slade verschwand…

 

„JAY!“, schrie Ram im Hotel, „Jay komm endlich!“ „Was ist los?“ fragte Jay schreiend. „Salene kommt doch gleich!“ meinte Ram bestimmt. „Warum?“ wollte Jay wissen. „Keine Ahnung!“ antwortete Ram. Es klopfte. „Herein!“ sagte Jay genervt. „Hallo.“ Salene kam herein. „Hallo, Salene wie geht es dir?“ fragte Ram. „Oh, ja dank…Jay!“, sagte Salene, was machst du denn hier? Eb…wir haben dich schon vermisst.“ „Tja, er ist jetzt bei den Technos!“ sagte Ram und fügte leise hinzu, so dass nur Salene und er hören konnte was er sagte: „Megas Plan!“ „Was willst du?“ fragte Jay kühl. „Ich habe eine Bitte. Ist es möglich, dass wir neue Äpfel bekommen?“ fragte Salene. „Nein…!“ fing Jay an, doch Ram unterbrach ihn: „Aber natürlich, so viele ihr wollt. Jay wird gleich Morgenfrüh mit einer Mall Rat losgehen und Äpfel von unserer Wiese holen. Ich werde dann jemanden abholen und zum Hotel bringen.“ „Gut! Das ist wunderbar!!“ sagte Salene erfreut. Sie wollte gehen, aber Ram sagte: „Soll ich dir nicht mal das Hotel zeigen?“ „Ähm, nein danke!“ Salene ging. „Was sollte das??“ fragte Jay böse. „Was sollte was?“ fragte Ram zurück. „Warum warst du so…so freundlich?“ „Das…wirst du noch sehen!“

 

„Salene ich habe dir doch gesagt, dass wir noch Äpfel auf der Farm haben, du hättest nicht extra zum Hotel gehen müssen.“ Meinte Ellie. „Hast du? Das habe ich wohl nicht mitbekommen! Tut mir leid, Ellie.“ Entschuldigte sich Salene. „Ist schon gut! Sag das nächste Mal aber Bescheid Ok?“  „Ok!“

Am nächsten morgen kam Ram in die Mall um jemanden für das Äpfelpflücken zuholen. „Hallo??“ rief er, doch niemand hörte ihn oder antwortete. Ram überlegte. Er konnte Jay nicht ausstehen und wenn er wieder mit Ebony zusammen kommen würde, dann würde Jay nicht mehr ihm Hotel arbeiten und wieder zu den Mall Rats gehen. Aber was würde Mega dazu sagen? Es war egal, Hauptsache Jay war weg. Er ging in Ebony’s Zimmer und weckte sie. „Was willst du?“ fragte sie sauer und verschlafen. „Du musst mit ins Hotel kommen.“ Flüsterte Ram. „Warum?“ „Frag nicht! Komm einfach mit.“

 

„Was soll ich hier??“ fragte Ebony im Hotel. „Du wirst mit Jay Äpfelpflücken gehen!“ sagte Ram. „Mit Jay?????!“, wiederholte Ebony, „er lebt…“ „Ja du hast richtig gehört! Er wartet in seinem Zimmer, du weißt ja noch wo das ist oder?“ sagte Ram abwesend. Ebony machte sich also auf den Weg zu Jay’s Zimmer. Was würde er sagen wenn sie sich sehen würden? Sie klopfte. „Herein!“ rief eine Stimme. Ebony zögerte. Am liebsten würde sie jetzt weglaufen. Doch sie trat ein. „Hi!“ sagte sie, als sie im Zimmer stand. „…Oh…hi…ich…wusste…nicht das du …hier…bist!!“ stotterte Jay. „Ich hab mir das auch nicht ausgesucht! Das kannst du mir glauben!“, sagte Ebony, „Ram hat gesagt wir sollen Äpfel pflücken!“ „Oh, Nein! Mit dir?“ fragte Jay ungläubig. „Das gleiche könnte ich dich auch fragen!“ entgegnete Ebony. Sie sah sich um. Es hatte sich nichts verändert. Alles war gleich geblieben. Ebony’s Blick fiel auf Jay’s Nachtschrank. Da stand ein Bild… von  IHR. Jay bemerkte, dass Ebony das Foto entdeckt hatte und sagte: „Ich hab noch keine Zeit gehabt es zu entsorgen!“ Ebony nickte. War das eine Ausrede oder die Wahrheit??? Ram und Mega kamen in das Zimmer. „Ihr werdet jetzt losgehen und die Äpfel holen“, fing Mega an und Ram beendete: „Ja und un ihr kommt erst heute Abend zurück, weil ihr für die Technos und für die Mall Rats Äpfel besorgen müsst.“ Ein langes Schweigen trat ein, bis Mega schon fast schreiend sagte: „Worauf wartet ihr Noch??! Geht endlich!!!“

 

 

                                                     

                                           Das Ende der Lüge

                                                               

Eine ganze Weile verging, ohne dass Ebony und Jay ein Wort miteinander sprachen. Bis Jay fragte: „Wie geht es den Mall Rats?“ Ebony sah ihn an. Sollte sie antworten oder so tun, als ob sie nichts gehört hätte. „Ganz Ok!“ sagte sie schließlich. „Und…dir?“ „Wie?“ „Wie es dir geht?“ fragte Jay. Es war nicht sein Ernst! Erst verließ er sie wegen Amber und den Technos und dann fragte er wie es ihr ginge. Ebony antwortete nicht und trennte weiter schlechte von den guten Äpfeln. „Ich rede mit dir!“ sagte Jay verärgert. „Aber ich nicht mit dir!“ meinte Ebony. „Das ist mir egal! Ich will eine Antwort!“ meckerte Jay, als wäre er ein kleines Kind, das Gummibärchen haben wollte. „Willst du das wirklich wissen?“ fragte Ebony und er nickte. „OK! Mir geht es gut, denn mein Freund hat mich verlassen, weil er eine Andere die Amber heißt hat! Und auf E-Mails hat er nicht geantwortet!!!...“ Ebony wollte noch weiter reden, aber Jay unterbrach sie schreiend: „Denkst du ich habe dich gerne verlassen?? Ich bin nicht mit Amber zusammen! Mega und Ram haben mich gezwungen zu ihnen zu gehören, weil…“, er stockte und fügte nach einer Weile leise hinzu: „sie sagten sie würden dir was antun, wenn ich es nicht tun würde!“ Ebony’s Herz schien ihr in die Hose zu rutschen. „Wegen mir?“ wiederholte sie flüsternd. Jay nickte. „Aber…aber…“ fing Ebony an, doch eigentlich wollte sie gar nichts sagen. „Wahrscheinlich dachtest du, ich wäre mit Amber zusammen.“ Seufzte Jay und warf einen Apfel in den Korb für gute Äpfel. „Spätestens jetzt ist er schlecht.“ Meinte Ebony. „Was?!“ fragte Jay. „Der Apfel!“ grinste sie. „Ebony ich liebe dich.“ Sagte Jay dann. „Was?“ „Ich liebe dich!“ sagte er noch einmal. Sie küssten sich.

„Ich liebe dich auch!“...

 

„Wo warst du?“ fragte Ellie als Ebony am anderen Morgen wieder in die Mall kam. „Oh, ich war Äpfel pflücken und Jay hat mir dabei geholfen!“ erklärte Ebony. „Wer? Jay?“ fragte Ellie. Ebony nickte. „Wir…sind wieder zusammen!“ sagte sie dann. „Was??“ schrie Ellie. „Ja!“ sagte Jay, der plötzlich hinter Ebony auftauchte. „Ich erkläre euch die Geschichte nachher!“ meinte Jay gelassen und küsste Ebony…………………..ENDE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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